Zeltlager der Jugendfeuerwehren Neschwitz, Königswartha, Leipzig-Süd und Göda 2017

Regen, Sonne, Nachtwanderung, Regen, Jugendflamme (3!), Sonne, Regen, Regen – Das diesjährige Traditionszeltlager der Gemeinden Königswartha, Neschwitz und Göda war insbesondere wettertechnisch eine Herausforderung – aber dennoch etwas besonderes. Dies zeigt sich bereits bei der Teilnehmerliste: Jugendfeuerwehr Leipzig-Süd – zeltende Stadtmenschen, das wird interessant. Und gleich noch ein Höhepunkt stellte dieses Zeltlager vom 29.06 bis 02.07 auf der Festwiese in Göda dar, es wurde zum ersten Mal im Rahmen dieses Zeltlagers und für die Gemeinde Göda auch das erste Mal seit bestehen der Jugendfeuerwehr der Leistungsnachweis Jugendflamme 3 abgelegt.

 

 Aber der Reihe nach. Zum Donnerstag Nachmittag der ersten Ferienwoche füllte sich die Festwiese am Gemeindeamt in Göda mit sieben großen Mannschaftszelten und einem Wohnwagen. Bei unschönem Regen bauten die zahlreichen Jugendlichen der einzelnen Feuerwehren, Unterstützer aus der Gemeindefeuerwehr Göda sowie einige Eltern und natürlich die Jugendbetreuer die Unterkünfte für die kommenden Tage auf.
Mit teilweise klammen Schlafsäcken aber doch ausreichend Vorfreude auf die nächsten Tage ging es dann nach Abendbrot und kurzem Kennenlernen in die Nacht.
Der Freitag stand unter dem Motto Lernen und Festigen. An mehreren Stationen rund um die Turnhalle sowie den Stausee Göda wurde z. B. die Erste Hilfe, der Umgang mit Knoten, die technische Beladung eines Löschfahrzeuges, die Wasserentnahme aus Unterflurhydranten und aus offenen Gewässer sowie der Umgang mit Leitern ausgebildet. Nach mehreren Stunden Ausbildung musste dann aber etwas Abwechslung ran, was bot sich da Besser an, als ein Volleyball-Turnier in der benachbarten Turnhalle.
Da nach dem Abendessen, jedoch noch nicht bei allen Jugendlichen (bei den Betreuern sah das etwas anders aus), die Energiereserven erschöpft waren, ging es noch in kleinen Gruppen in die dunkle Nacht um den Stausee – Nachtwanderung war angesagt.
Die zwei Kilometer um den Stausee und der ein oder andere Schrecken zeigten Wirkung, so verging der Freitag mit sehr leisen Jugendlichen im Zelt und einer überdurchschnittlich ruhigen Nacht. Die Betreuer nutzen diese zusätzliche Entspannung um am Lagerfeuer die besten Geschichten aus dem vergangenen Jahr Jugendarbeit zu erzählen und die Neuling
e aus Leipzig besser kennen zu lernen.
Samstag – Prüfungstag! Fast schon als Tradition findet am letzten vollständigen Zeltlagertag ein Orientierungslauf statt. So auch dieses Jahr. Gruppen von je ca. 8 Jugendlichen mussten eine Strecke von Göda über Seitschen, Birkau, Semmichau und dann wieder zurück nach Göda überwinden. Unterwegs gab es acht Stationen, wo unter anderem das gelernte Wissen des Vortags und der Jugendfeuerwehrdienste vorgezeigt werden musste. Dies war insbesondere für die Jugendlichen von Bedeutung, die an diesem ihre Jugendflammen 1,2 und 3 ablegen wollten. Die Gruppe der Jugendflamme 3 – Anwärter wurden dabei auf der gesamten Orientierungsstrecke von dem Prüfer der Kreisjugendfeuerwehr Bautzen, Kameraden Wolfgang Lehmann begleitet. Disziplin und Ordnung wurde somit die gesamte Prüfungszeit von den Jugendflammen-Anwärtern  abgefordert.
Aber der Samstagnachmittag zeigte dann allen Beteiligten, die Anstrengungen haben sich gelohnt. Alle Anwärter für die Jugendflammen 1, 2 und 3 haben bestanden. Herzlichen Glückwunsch an die Teilnehmer.
Die entsprechenden Erfolge konnten bei der anschließenden Lagerdisko mit DJ Carsten gebührend vertanzt werden.
Nach knappen vier Tagen musste am Sonntag dann Abschied genommen werden, passender Weise hatte sich Regen dazugesellt – das machte das Zeltabbauen natürlich nicht einfacher und sorgte für ausreichend Nachbereitungsarbeit in den Gerätehäusern (Zelte trocken, Einsatzmittel säubern, etc.). Aber durch die vielen Hände gelang der gemeinschaftliche Rückbau unserer Interimsheimat in Rekordzeit, sodass gegen 11:00 Uhr alle Beteiligen die Reise in die Heimat antreten konnten.
Mit fast 60 Jugendlichen und zusätzlich mehr als 20 Helfern war es das bisher größte Zeltlager in der Gemeinde Göda und in Summe wieder ein großer Erfolg. Bis zum nächsten Jahr.

PS: auch die Leipziger-Stadtcamper hatten keine Anpassungsprobleme und waren nach ein paar Tagen in ländlicher Idyll auch etwas verdrossen. Aber der Großstadt-Trubel hat dann doch wieder nach Leipzig gezogen.